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Internet Sicherheit

Schutz vor Spyware

IT-SicherheitGefahren durch Spyware - Spionage-Programme protokollieren im Hintergrund heimlich das Nutzerverhalten. Gesammelt werden hierbei Informationen über aufgerufene Webseiten. Die zusammengetragenen Daten werden gespeichert und bei der nächsten Internetverbindung, unbemerkt vom Anwender, von der Spyware übermittelt. Anhand dieser Daten werden anschließend die Interessen des Nutzers analysiert und ein Profil erstellt. Bei einer Verbindung zum Internet werden dann Werbefenster eingeblendet, die sich an diesen Vorlieben orientieren. Inzwischen haben kriminelle Programmierer ihre Spionage-Programme erweitert, um die Eingabe von sensiblen Daten wie Kennwörtern etc. aufzuzeichnen und zu übermitteln. Wurde zusätzlich eine Hintertür (Backdoor) installiert, haben Dritte die Möglichkeit, den Rechner über das Internet zu kontrollieren und für kriminelle Zwecke einzusetzen.

Verbreitung von Spyware - Spyware gelangt zumeist durch den Download frei zugänglicher Software aus dem Internet auf den Rechner. So können nützliche Tools Träger von Spyware sein, die dann bei der Installation einfach mitinstalliert wird. Spionage-Software gelangt auch durch das Öffnen von E-Mail-Anhängen auf den Computer. Die Verbreitung erfolgt daher ähnlich wie bei Würmern und Viren unbeabsichtigt durch den Nutzer selbst. Auch manipulierte Webseiten tragen dazu bei, dass sich Spyware verbreiten kann. Die standardmäßige Aktivierung von "Aktiven Inhalten" im Browser erlaubt den Seiten die automatische Installation der Spyware.

Schutzmaßnahmen - Installieren Sie neben dem Virenscanner auch ein Anti-Spyware-Programm. Die Erkennungsrate von Spyware durch Virenscanner ist nur gering. Aktualisieren Sie regelmäßig die Datenbank des Anti-Spyware-Programms. Schalten Sie in Ihrem Browser das Ausführen "Aktiver Inhalte" ab. Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre gesamte Software und das Betriebssystem. Dadurch verschließen Sie mögliche Einfallsüren. Ändern Sie regelmäßig alle Passwörter. Nutzen Sie eine Firewall für Ihr Unternehmensnetzwerk. Durch die Firewall wird eine Datenübertragung über nicht zugelassene Kanäle verhindert. Klären Sie Ihre Mitarbeiter über die Gefahr auf, die von Spyware ausgeht. Erlauben Sie ausschließlich Ihrem Systemadministrator das Downloaden und Installieren von Software am Arbeitsplatz. Öffnen Sie nur Links in vertrauenswürdigen E-Mails.

Vorgehensweise bei Infektion - Wenn Ihr System von Spyware befallen wurde, dann gehen Sie in folgenden Schritten vor:
1. Aktualisieren Sie die installierten Schutzprogramme.
2. Führen Sie das Anti-Spyware-Programm auf Ihrem Computer aus und entfernen Sie die gefundene Spyware.
3. Überprüfen Sie, ob eventuell ein neuer Nutzer für die Anmeldung an Ihrem System eingerichtet wurde.
4. Kontrollieren Sie, ob neue Freigaben im Netzwerk eingerichtet wurden.
5. Machen Sie ggf. vorgenommene Änderungen rückgängig, z.B. mit der Windows-Systemwiederherstellung.
6. Sicherheitshalber sollten Sie alle System- und E-Mail-Passwörter ändern.

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